Mit den Deutschen Jugend- und Jahrgangsmeisterschaften auf dem Elfrather See in Krefeld wartete das Saisonhighlight auf die Sportlerinnen und Sportler des RV Bochum. Nach etlichen Trainingsstunden und harter Arbeit wollte jeder Einzelne zeigen, was in ihm steckt.

Trotz der kurzfristigen Verlegung der Meisterschaften nach Krefeld und einer extremen Hitzewelle präsentierten sich die Bochumer Athletinnen und Athleten in starker Form und kehrten mit mehreren Medaillen nach Hause zurück.

Im U23-Bereich gingen Justus, Till und Tjorven an den Start. Nach einem Sieg im Vorlauf wurde es für Tjorven und ihre Partnerin Clara vom Karlsruher RV Wiking im Finale des Frauen-Zweiers ohne Steuerfrau besonders spannend. Lediglich 0,36 Sekunden blieben die beiden hinter dem zweitplatzierten Boot, dürfen sich aber über eine starke Bronzemedaille freuen. Auch im Achter überzeugte Tjorven und gewann ebenfalls Bronze.

Justus musste sich nach einem starken Vorlaufsieg im Männer-Vierer ohne Steuermann ebenfalls denkbar knapp geschlagen geben. Mit einem Rückstand von nur 0,24 Sekunden verpasste er den Deutschen Meistertitel und gewann die Silbermedaille. Auch im Achter reichte es am Ende leider nicht für Gold, sodass Justus die Meisterschaften mit zwei Silbermedaillen beendete. Nun richtet sich sein Blick auf die U23-Weltmeisterschaften vom 23. bis 27. Juli in Duisburg, bei denen er die deutschen Farben im Männerachter vertreten wird – ein starker Abschluss seiner U23-Zeit.

Für Till waren die Meisterschaften die ersten als Riemenruderer. Im Achter belegte er den zweiten Platz im B-Finale. Auch wenn das gewünschte Ergebnis noch ausblieb, konnte er wertvolle Erfahrungen für die kommenden Jahre sammeln.

Bei den Junioren mussten sowohl Michael als auch Fiete den neuen Regelungen leiden. Zum Schutz der Sportler wurden aufgrund der Hitze Hoffnungsläufe und B-Finals abgesagt. Da beide die direkte Qualifikation für das Finale im Vorlauf verpassten, konnten sie am Wochenende ihr volles Potenzial leider nicht mehr unter Beweis stellen – obwohl sie dies in der laufenden Saison bereits mehrfach eindrucksvoll gezeigt hatten.

Nach einem soliden Vorlauf war für Carlo und Noa klar, dass im Finale des leichten Junior-A-Doppelzweiers alles perfekt zusammenpassen musste, um eine Medaille zu gewinnen. Trotz eines engagierten Rennens musste sich das junge Duo am Ende mit Rang fünf zufriedengeben. Auch ohne Edelmetall können die beiden auf eine starke Saison zurückblicken und voller Vorfreude in die Vorbereitung auf ihr letztes Juniorenjahr starten.

Für das Highlight der Meisterschaften sorgte Emilia. Bereits die gesamte Saison dominierte sie den leichten Juniorinnen-Bereich – und das, obwohl sie wie Noa und Carlo noch dem jüngeren Jahrgang angehört. Die Favoritenrolle brachte natürlich zusätzlichen Druck für Emilia, ihre Partnerin Carolin vom RK am Baldeneysee und Trainer Martin mit sich. Doch davon ließen sich die beiden Athletinnen nicht beeindrucken. Perfekt auf das Finale vorbereitet, gewannen sie ihr Rennen mit beeindruckenden zehn Sekunden Vorsprung und sicherten sich souverän den Deutschen Meistertitel.

Doch damit nicht genug: Auch im Doppelvierer in Renngemeinschaft mit Potsdam und Wannsee gewann Emilia nach einem spannenden Rennen die Goldmedaille. Damit gelang ihr etwas, das nur wenigen vorbehalten ist – der Doppelsieg bei Deutschen Meisterschaften.

Am Abend wurden die müden, aber überglücklichen Athletinnen und Athleten schließlich am Vereinsheim empfangen und für ihre herausragenden Leistungen gebührend gefeiert.